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Gefundenes
Standort: In der nördlichen äußeren Kirchhofsmauer der Kirche Crakcau, Babelsberger Straße.
Geschichte: Zu den beachtenswerten Steinkreuzen des Bezirkes Magdeburg gehören die 15 Steinkreuze, die in die Kirchhofsmauer von Magdeburg-Krakau eingemauert worden sind, doch dürften sie sehr wahrscheinlich sämtlich als Grabsteine gedient haben.
Nach einer kaum noch lesbaren datierten Inschrift gehört Kreuz IX an die Schwelle des Übergangs vom 3. zum 4. Viertel des 14. Jahrhunderts, doch scheinen die Kreuze wegen ihrer Ähnlichkeit mit den vermauerten Steinkreuzen von Havelberg, Salzelmen und Stendal auch noch in die 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts hineinzureichen. Da die Rückseiten nicht sichtbar sind, können noch weitere Inschriften vermutet werden, doch wäre auch eine spätere Wiederverwendung mit einer neueren Inschrift nicht auszuschließen.
Die Breite der Kreuze beträgt im Mittel 48cm mit Abweichungen bis zu 6cm im Plus- und Minusbereich. Die stärker vorhandenen Abweichungen des Minusbereiches dürften zu einem hohen Anteil auf Anpassungen beim Einmauern zurückzuführen sein. Die Breite kann danach zu etwa 1½ Fuß angenommen werden, die Höhe müßte dann mind. 2½ Fuß = ca. 80cm betragen, doch kann nach den gemachten Beobachtungen an den einzelnen Kreuzen auch mit einer Höhe von 3 Fuß gerechnet werden. Die Stärke dürfte dann mit mindestens ½ Fuß (etwa 16cm) angesetzt werden können, doch kann sie sich auch nach Bank- oder Bruchstärken gerichtet haben, dürfte aber sicher nur selten mehr als 20cm betragen haben. Auf Grund der Datierung von Kreuz IX in das Jahr 1372 muß angenommen werden, daß die griechischen Kreuze auf dem abgesetzten Schaft in die 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts zu datieren sind. Sofern die Kreuze lateinische Form haben, d.h. der senkrechte untere Kreuzarm zum gesamten Schaft geworden ist, kann unter Beachtung der Stendaler Kreuze an eine Entstehung um 1400 bzw. in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts gedacht werden. - Unwahrscheinlich ist, daß eines der 15 Kreuze noch nach 1500 entstanden ist. (Saal 1987)
Sage:
Quellen und Literatur:
• Saal, Walter - Steinkreuze und Kreuzsteine im Bezirk Magdeburg, 1987, S.13-15
Quelle des Artikels: suehnekreuz.de
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